Little Snitch

Little Snitch

Little Snitch
feiert seinen 10. Geburtstag!

Vor 80 Jahren gab es keine Computer.
Vor 50 Jahren gab es kein Internet.
Vor 25 Jahren gab es kein World Wide Web.
Vor 10 Jahren gab es kein Little Snitch. Beinahe.

Mit der Erfindung des World Wide Web begann der Siegeszug des Internet. Mit einem Mal war das Internet nicht mehr bloß für militärische oder akademische Anwendungen interessant, sondern konnte seinen Einzug auch in kommerzielle und vor allem private Anwendungsbereiche halten. Und an der Wende zum 21. Jahrhundert war das Internet endgültig beim Mainstream angelangt.

Mehr und mehr verlagerte sich die private Computernutzung in den vernetzten, öffentlichen Raum. Was sich zuvor ausschließlich in den eigenen vier Wänden abspielte, bewegte sich zusehends nach außerhalb, in die Öffentlichkeit. Um beim Bild des Hauses zu bleiben - die Fenster und Türen unseres Computer-Hauses standen immer öfter und immer länger offen, es wurde immer einfacher hereinzukommen, und noch einfacher, wieder hinauszugehen und beliebige Sachen nach draußen mitzunehmen. Und für uns Anwender wurde es damit auch zunehmend schwieriger einen Überblick darüber zu behalten, wer aller in unserem Haus ein- und ausging.

Konnte man in den Anfängen der Computerei noch mehr oder weniger davon ausgehen, dass ein Programm nur dann laufen konnte, wenn es von uns auch explizit, wissentlich und willentlich gestartet wurde, so änderte sich dies mit der Verbreitung multitaskingfähiger Betriebssysteme, bei denen oft dutzende Prozesse im Hintergrund, ohne offensichtliche Lautäußerungen ihre Arbeit verrichten konnten.

Bald wurde klar, dass sich neben den geladenen Gästen auch eine stetig wachsende Zahl unbekannter oder manchmal sogar unerwünschter Mitbewohner einfanden.

Der permanent verfügbare Netzwerkzugang beflügelte zunehmend den Einfallsreichtum der Softwareentwickler, diesen Rückkanal und die daraus resultierenden Möglichkeiten für ihre Zwecke zu nutzen. Doch damit entstanden auch neue potentielle Gefahren für den Datenschutz.

Anfang 2002 begannen auch wir bei Objective Development, auf diese Entwicklung verstärkt aufmerksam zu werden.

Und wir wurden neugierig
  • Warum blinkt die Netzwerk-LED meines Routers immer wieder, obwohl ich gar nichts aktiv am Computer mache?
  • Ist es wirklich notwendig, dass sich Programme für den automatischen Software-Update-Check regelmäßig zum Server des Herstellers verbinden, der damit eine genaue Statistik darüber erhält, wann und wie oft ich sein Programm verwende?
  • Ist es wirklich in meinem Interesse, dass Programme ungefragt die Möglichkeit besitzen, beliebige, oft auch persönliche oder vertrauliche Daten von meinem Rechner an unbekannte Dritte ins Internet zu senden?

Wir wollten also wissen, ob es da unter unseren bislang teils unbekannten Mitbewohnern auch ein paar Plaudertaschen gab, die mehr aus unseren vier Wänden hinaustrugen als uns lieb und recht war. Und wir wollten sie im Falle des Falles auch daran hindern können. Die Idee zu Little Snitch war geboren.

In den Anfängen der Entwicklung hatten wir mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Das Betriebssystem bot für Entwickler damals einfach keine geeigneten Schnittstellen, um ein derartiges Service zu implementieren. Doch wir hatten durch frühere Projekte zu dieser Zeit bereits einiges an Erfahrung in der Kernel-Programmierung gesammelt, womit es uns schließlich gelang, die gewünschte Funktionalität auch ohne diese Schnittstellen zu realisieren. Zuverlässigkeit und Performance hatten dabei von Anfang an höchste Priorität, da wir auf keinen Fall eine Beeinträchtigung von Systemstabilität oder Datendurchsatz tolerieren wollten. Nach einem Jahr der Entwicklung und intensiver interner Nutzung erblickte Little Snitch, Version 1.0 im Jänner 2003 schließlich das Licht der Computerwelt.

Und seitdem ist der kleine Spross prächtig gediehen und wurde zum Synonym für den bewussten, aufmerksamen und selbstbestimmten Schutz privater Daten. Im selben Maße, wie Little Snitch über die Jahre beliebter und verbreiteter wurde, wurden auch mehr und mehr Fälle bekannt, in denen Programme absichtlich oder einfach fahrlässig den Schutz persönlicher Daten ignorierten, wie beispielsweise ein Social Media Programm, das ohne das Wissen des Benutzers dessen gesamtes Adressbuch zu den Servern des Herstellers sendete. Little Snitch wurde auch bekannt dafür, zahlreiche Trojaner und andere Schadprogramme aufzudecken. Bis hin zu jenen Schadprogrammen, die allein die bloße Anwesenheit von Little Snitch zum Anlass nahmen, von ihrem böswilligen Verhalten abzulassen.

Darüber hinaus schaffte Little Snitch auch bei vielen Softwareherstellern ein Bewusstsein dafür, dass ihre Anwender ein aktives Interesse an verantwortungsbewusstem Umgang mit persönlichen Daten haben und einen kritischen Blick auf das Netzwerkverhalten ihrer Produkte werfen.

Happy Birthday, Little Snitch!
Let’s keep protecting our privacy!
Little Snitch 1
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Little Snitch 1
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Little Snitch 1 & 2
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Konfiguration
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Verbindungsalarm
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Netzwerkmonitor